Unglaublich: Die 10 lustigsten Fun Facts über mich und meinen Roman

Diesen Beitrag musste ich einfach so nennen. Ist euch auch schon aufgefallen, dass so gut wie jeder Artikel heutzutage mit „Diese 10 …“ oder „Das passiert, wenn du…“ oder „Unglaublich, was diese Mutter erlebte“ anfängt? Das nennt man Clickbait. Da steckt hohe SEO-Kunst dahinter *hust*, bzw. ein Haufen Statistiken.

Titel mit einer Zahl werden z.B. häufiger angeklickt als Titel ohne. Genauso verhält es sich mit emotionalen Titeln, die eine positive oder negative Stimmung vermitteln. Und das wichtigste: Den Titel mit Keywords vollzustopfen, ohne zu verraten, dass der Artikel unglaublich langweilig und ohne Mehrwert ist.

Deshalb kommt es heutzutage vor, dass ein Artikel über das Wetter, sagen wir leichten Schneefall im Süden Bayerns, aufgeputscht wird zu „DEUTSCHLAND VERSINKT IM SCHNEECHAOS“. Dazu ein passendes Bild mit meterhohem Schnee, schlechter Sicht und Menschen, die über die Straße stolpern.

Wie nennt man sowas? Verbrauchertäuschung.

Aber gut, das ist eine andere Geschichte. Heute möchte ich mir damit nicht die Stimmung verderben, denn der vorletzte Lektoratsdurchgang ist geschafft!

Zur Feier des Tages hatte ich Lust, ein paar Fun Facts zu Schattenspringen und mir zu sammeln und mal ein bisschen in meiner schriftstellerischen Vergangenheit zu wühlen.

Fakt 1: Die lustigsten Dinge fallen mir nur ein, wenn ich sie gerade nicht erzählen soll.

Also war’s das wohl an dieser Stelle …
Spaß beiseite: Ich hab mein äußerst löchriges Gedächtnis angestrengt, um ein paar lustige Ereignisse zu Tage zu fördern. Und mit ein bisschen Schummeln hab ich es tatsächlich auf 10 Fakten geschafft.

Fakt 2: Ich bin ein Spezialist darin, eigenartige Wörter und Satzkonstruktionen zu erschaffen.

Beispiel gefällig?

Aber ich fühle nicht mit ihnen, was es leichter macht, mit Niederschlägen umzugehen.

Klingt doch erstmal … Moment. Mit Niederschlägen umgehen? Hat diese Person ein Problem mit Regen? Für Menschen, die die Sonne besonders lieben, ist es sicher schwer, mit Niederschlägen umzugehen. Der Rest hat wohl eher mit Rückschlägen seine Probleme …

Kleine Scherzfrage für zwischendurch:

Wozu tragen Feuerwehrmänner einen Helm?
Ähhh … Damit sie sich nicht verletzen?
Falsch! Damit ihnen die Decke nicht auf den Kopf fällt.

So funktionierte mein Gehirn in der 2. Klasse. Kein Wunder, dass ich immer noch Probleme mit Niederschlägen habe. Ich gehöre zu den Menschen, die Sonne, Wärme und Sommer lieben.

Fakt 3: In den 8 Jahren, in denen ich am Roman saß, habe ich ihn einmal komplett neu geschrieben und, nachdem er beim 2. Mal zu lang war, jedes 2. Kapitel rausgestrichen.

Ich kann es selbst nicht fassen. Als ich das gerade geschrieben hab, musste ich nochmal nachdenken, ob das wirklich stimmen kann. Aber ja, es ist so. Irgendwie muss ich diese 8 Jahre ja gefüllt haben. Ich kann euch sagen, das ist eine ziemlich ineffektive Art, einen Roman zu schreiben. Jetzt klingt es unglaublich und lustig, aber diese Entscheidungen zu treffen war damals hart.

Als ich mich entschied, den Roman nochmal von vorne komplett neu zu schreiben, war ich etwa 18. Ich hatte mich einfach zu schnell weiterentwickelt, schneller als das Buch, und war nicht mehr zufrieden. Die Charaktere habe ich behalten, die mochte ich noch. Es kamen allerdings noch weitere hinzu. Die Handlung habe ich komplett umgekrempelt.

Heraus kamen etwa 540 Normseiten Text, mit denen ich erstmal ganz zufrieden war. Eine Literaturagentin sagte mir dann, das sei viel zu lang. Uff. Da fiel die nächste harte Entscheidung. Ich habe radikal gekürzt. Etwa 140 Seiten fielen weg, 30 Seiten kamen neu hinzu. Jetzt sind es ca. 430 Normseiten und dabei bleibe ich, egal was irgendein Agent sagt.

Denn ich habe in den letzten Monaten eine wichtige Lektion gelernt (1 Trick für 1 gutes Buch):

Nicht jede Kritik umsetzen, die man bekommt.

Das geht nämlich gar nicht. Manchmal bekommt man genau gegenteilige Kritiken. Und was dann? Jede Kritik ist subjektiv. Am Ende muss der Autor entscheiden, was er davon umsetzt.

Fakt 4: Wenn ich spazierengehe, gehe ich im Kopf Dialoge durch. Manchmal zwischen mir und anderen, oft zwischen Charakteren aus meinen Romanen.

Das Gute daran ist: Dadurch fällt es mir deutlich leichter, gute Dialoge zu schreiben.

Die schlechte Nachricht: Die allerbesten Formulierungen sind mir nach dem Spaziergang meist entfallen.

Mittlerweile habe ich aber auf meinem Handy ein Diktiergerät, mit dem ich besonders wichtige Gedankengänge festhalten kann.

Fakt 5: Meine erste Geschichte, die ich am PC schrieb, handelt von einem 7-jährigen Mädchen, dessen Vater von einem Bären gefressen wird.

Damals war ich selbst 7. Weiter als diese Szene bin ich mit dem Schreiben nicht gekommen und ein Ende hatte ich mir auch noch nicht ausgedacht. Aber es sollte so weitergehen, dass das Mädchen wegrennt (ihr Vater war Jäger und sie lebten in der Natur), von einer Klippe stürzt und von irgendeinem Urvolk gefunden und großgezogen wird.

Fakt 6: Meinen ersten vollständigen Roman habe ich zwischen 12 und 15 Jahren geschrieben.

Es handelt sich um ein Fantasyepos mit rührender Liebesgeschichte. Und es ist mir viel zu peinlich, als dass ich das irgendwem noch zeigen würde. Als ich den letzten Satz geschrieben hatte, verfasste ich darunter folgende Nachricht:

FERTIG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! YEAHHH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
am: 20. Februar 2011, 00.30 Uhr.
OHHHH MMYYYY GODDDDD!!!!!!! 😀 😀 😀

Einen Roman fertig zu schreiben ist einfach ein geiles Gefühl :).

Fakt 7: Nachdem ich etwa ab der 3. Klasse anfing, alle Harry Potter Romane auf Englisch zu verschlingen, schrieb ich meine eigene magische Geschichte auf Englisch.

Da gab es natürlich gewisse Ähnlichkeiten zu Harry Potter. Es war gewissermaßen eine Kombination aus „Das doppelte Lottchen“ und Harry Potter. Allerdings gab es kein Hogwarts, keine Zauberstäbe und Besen, die ganzen charmanten und liebenswürdigen Details fehlten also. Aber die Figuren hatten alle ihre eigenen magischen Fähigkeiten und mein Englisch war damals erstaunlich gut. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt noch so locker hinbekommen würde.

Fakt 8: Meine Schauspiellehrerin ließ meine schauspielerische Leistung unkommentiert, aber sie liebte meine Drehbücher.

Während der Schulzeit verbrachte ich ein halbes Jahr an einer kanadischen High School. Die Direktorin steckte mich zunächst in Französisch, wo ich in der ersten Stunde gleich bei einem Test mitschrieb und volle Punktzahl erreichte. Meine Leistungen in Deutschland pendelten immer zwischen einer drei und einer vier. Aber die Kanadier sind unglaublich schlecht in Französisch, obwohl es sogar eine Amtssprache ist. Jedenfalls durfte ich nach viel Betteln den Kurs wechseln und kam in den Schauspielkurs.

Meine schauspielerischen Leistungen waren … okay. Sagen wir mal so: Sie blieben von der Lehrerin weitestgehend unkommentiert. Aber das störte mich nicht, denn dafür lobte sie meine Drehbücher. Und da ich damals schon den Wunsch hegte, Autorin zu werden, freute mich das ziemlich.

Fakt 9: Ich lache immer dann, wenn ich nicht lachen darf.

Vor vielen Jahren spielte ich mit einer Freundin Singstar (so ein Karaokespiel an der Wii). Ich musste sie lange überreden, bis sie mitspielte, und bevor wir anfingen, sagte sie warnend: „Nicht lachen, okay?“

Was passierte natürlich? Ich kriegte mich nicht mehr ein vor Lachen. Ich hatte einen richtigen Lachanfall. Der hatte überhaupt nichts mit ihr zu tun, es lag allein daran, dass man mir verboten hatte zu lachen. Das passiert mir heutzutage immer noch in unpassenden Situationen.

Fakt 10: Ich liebe Tiere.

Kein Fun Fact, aber ein wichtiger Bestandteil meines Lebens: Tiere. Meine Lieblingstiere sind Elefanten, unter anderem weil sie sehr feinfühlig sind und Vibrationen in der Erde mit ihren Füßen wahrnehmen können. Ich hoffe, dass ich später mehrere Hunde und Katzen habe. Bis es soweit ist, gehe ich regelmäßig mit Tierheimhunden spazieren.

Ich kann nicht glauben, dass ich es tatsächlich geschafft habe, 10 Fun Facts zu sammeln. Klar, die lustigsten Fakten fehlen wahrscheinlich, aber abgesehen davon war es gar nicht so schwer.

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